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Unsere schöne Fachwerkstadt
bot eine tolle Kulisse für
das Fest.
Liebe Leserinnen und Leser!
Am 13. und 14. September feierten die christlichen Kirchen in Melsungen gemeinsam das 1. Ökumenische Stadtkirchenfest: Die Ev. Kirche, die Kath. Kirche, die Ev. freikirchl. Gemeinde und unsere Selbständige Ev.- Luth. Kirchengemeinde. Bei strahlendem Sonnenschein nahmen mehr als 2000 Menschen daran teil. Wir konnten ein eindrucksvolles Zeichen setzen, dass die Christen in unserer Stadt lebendig sind und partnerschaftlich miteinander umgehen. Geboren wurde die Idee eines gemeinsamen Kirchenfestes im Ökumenischen Arbeitskreis, der sich aus Pfarrern und Kirchenvorstehern der vier Melsunger Kirchengemeinden zusammensetzt.
Das Fest stand unter dem Thema "Gottes Wort verbindet".
Wenn sonst die Unterschiede in der Frömmigkeit und in der Lehre im ökumenischen Dialog durchaus wahrgenommen werden, so ging es an diesem Wochenende ganz klar um das Verbindende. Im Jahr der Bibel 2003 wird deutlich, dass die Bibel, als Gottes Wort von allen vier Melsunger Kirchengemeinden als gemeinsames Fundament angesehen wird, auf dem man sich begegnen und ein gemeinsames Zeugnis in der Öffentlichkeit geben kann. Vor einigen Wochen erst wurden Bibeln (Neue Testamente) für das Melsunger Land in einer gemeinsamen Aktion kostenlos an alle Haushalte verteilt.
Es tut gut zu erleben, wenn Christen verschiedener Kirchen freundlich und in gegenseitiger Achtung miteinander umgehen, ohne dass dabei die Unterschiede in Lehre und Frömmigkeit geleugnet werden müssen.
Jede Gemeinde wird ihrer Tradition entsprechend weiterhin Ihre Gottesdienste feiern und ihren Nachwuchs Ihrer kirchlichen Lehre entsprechend unterweisen. Wir werden im Ökumenischen Arbeitskreis weiter über unsere Unterschiede reden und auch theologisch darum streiten. Doch bei allem Ringen um Fragen der unterschiedlichen Bibelauslegung und Dogmatik wollen wir die Gemeinsamkeiten nicht mehr aus dem Blick verlieren: Die Bibel als Grundlage unseres Glaubens und die Erlösung durch Jesus Christus. Das ist wahrhaftig nicht wenig.
Es grüßt Sie in der Verbundenheit unseres Glaubens
Ihr Pfarrer
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